NLP in Bamberg

heike kellner-rauch | anderland supervision & coaching

17. September 2013
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NLP aus Bamberg: Machen Sie sich schlau und finden Sie das, was Sie wissen wollen!

NLP in Bamberg steht für werteorientiertes und nachhaltiges NLP von Heike Kellner-Rauch: Sie wollen wissen, was NLP ist? Sie suchen Basisinformationen zu richtig gutem NLP? Sie interessieren sich für NLP-Seminare in der Region Bamberg – Forchheim – Erlangen oder suchen Kontakt zu (anderen) NLP-Anwender/innen? Hier sind Sie richtig!

Denn: Auf www.nlp-bamberg.de gibt es fundiertes und attraktives Wissen und hinter dieser Seite stehen „echte“ Menschen und deren Arbeit!

Sie finden hier eine wachsende Sammlung von Kurzartikeln von Heike Kellner-Rauch zur „Theorie“ verschiedener NLP-Modelle: Es lohnt sich, hier immer wieder mal vorbei zu schauen! Oder noch besser: Abonnieren Sie den Newsletter und bleiben so auf dem Laufenden über das, was es hier zu finden gibt!

 

Wenn Sie sich für Supervision & Coaching interessieren schauen Sie doch auch auf meiner Heimat-Seite vorbei: www.kellner-rauch.de

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) wird häufig gefordert – und ist aus meiner Sicht auch ausgesprochen sinnvoll, heißt „Kritik“ doch vor allem „Unterscheidung“! Ich lade Sie ein: Schauen Sie sich um, bilden Sie sich ein Urteil – und kommen mit mir und anderen darüber ins Gespräch!

Und: Entscheiden Sie sich für das, was Ihnen selbst ein wirkliches „mehr“ an Wahlmöglichkeiten bietet!

Denn darum geht es im NLP: Um die Freiheit, die Selbstverantwortung und das „Mehren der Möglichkeiten“.

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18. März 2017
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Das NLP-Wochenende in Bamberg

Vorankündigung: NLP-Wochenende in Bamberg

Wie versprochen: Im Sommer 2017 findet in Bamberg

am 28. – 30. Juli das Wochenende zur NLP-Basic-Ausbildung 2017

statt.

16 Stunden lang in aller Ruhe NLP üben, Themen der Basic-Ausbildung vertiefen und zusammen mit interessanten Leuten den eigenen Horizont erweitern. Es geht darum, den eigenen NLP-Werkzeug-Kasten zu erweitern, das eigene Handwerkszeug zu schärfen und kreativ einsetzen zu lernen.

Besonders interessant ist dieses Intensivseminar für diejenigen, die an der VHS Erlangen bereits die Einführungsseminare belegt haben und nun „Lust auf mehr“ haben. Aber auch „absolute NLP-Neulinge“ werden sich leicht in den Kurs einfinden können.

Das NLP-Wochenende findet statt in der Werkstatt für Supervision & Coaching – inmitten eines traumhaften Gartens in der Altstadt von Bamberg.

Die Kursgebühren betragen 149 €.

Die Anmeldeliste ist eröffnet und Sie können sich per Mail darauf eintragen!

Wer Lust auf eine neue Art NLP zu lernen hat, für den könnte der online-Kurs „Lerne unperfekt sein. Tu’s“ interessant sein. Werden Sie ein l.ust-Mensch und lernen dabei „so ganz nebenbei“ ein bisschen NLP. Die NLP-Themen in diesem Kurs sind z.B. Zielarbeit und Rapport, die Arbeit mit dem Inneren Team und den Neurologischen Ebenen und das Metamodell der Sprache: Ich sage, was ich wirklich sagen will!

Dieser Kurs geht am 1. April in seine Beta-Phase und kann zum Einführungspreis von 139 € gebucht werden.

 

29. Dezember 2016
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State: Das Zustandskonzept im NLP

Als State bezeichnet das NLP einen Zustand, also das Gesamt dessen, was zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Menschen lebendig ist. Im Modell der Teilearbeit, sind die Mitglieder des Inneren Teams, die Inneren Teile, die Metapher für diese Zustände/States.

Ein „Zustand“ kreiert sich aus physiologischen Faktoren (Hormone, Schlaf, Sauerstoff, Wasser) und kognitiven Faktoren (Glaubenssätze, Gedanken…) und bestimmt zu einem Großteil, wie sich ein Mensch fühlt.

Oft ist ein „Zustand“ auch deutlich an ein Ereignis oder eine Erfahrung gekoppelt – und macht es z.B. sehr schwer, sich in einer Zahnarztpraxis wohlzufühlen, obwohl die moderne Praxis so gar nichts mehr mit der aus der Kindheit zu tun hat… In diesem Sinn ist ein „Zustand“ auch ein Wahrnehmungsfilter… Und jetzt denken Sie mal an diese mehr oder weniger lustigen „Mist, es ist ja schon wieder Montag“-Postings in den sozialen Medien. Oder daran, wie ein Tag läuft, wenn Sie meinen, sie seien mit dem „falschen Bein aufgestanden“… Oder: Wie wird eine Besprechung, wenn Sie das „Gefühl haben“, „nicht gut drauf“ oder „neben der Spur“ zu sein (was ja beides keine Gefühle, sondern Zustandsbeschreibungen sind).

Aber: das Wesentliche an diesem NLP Konzept ist, dass Gefühle nicht die Reaktion auf „das Außen“ sind, sondern dass Menschen auf Grund eines bestimmten Zustandes die Außenwelt und bestimmte Emotionen wahrnehmen.

Als Stuck State wird ein Zustand bezeichnet, in der ein Mensch wie gefangen oder gelähmt ist in seinem Erleben. Er ist wie blockiert und unfähig zu einem klaren Gedanken. Es scheint unmöglich, Zugriff auf die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu haben, aus dem „Loch“ oder der „Sackgasse“ wieder heraus zu kommen und Lösungen zu finden. Probleme sind normaler Weise Stuke States

Ein Separater State ist relativ neutral – und der Weg aus dem Stuck State zum Ressource State.

Der Ressource State geht einher mit einem lebendigen, kraftvoll-freudigen Gefühl, dass alles in Ordnung ist und die Person Zugriff auf ihr Können, die Kontrolle über ihr Denken und Handeln und schließlich eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten hat.

 

Das Umgehen mit diesen Zuständen und ihr aktives Gestalten ist ein zentraler Bereich im NLP: Zustandsmanagment ist zwar ein gruseliges Wort, aber weit mehr als einfach nur Methoden „um (immer) gut drauf zu sein“. Im Gegenteil: Hier bietet das NLP sehr effektive und einfache Tools für das (Selbst-)Coaching, um in problematischen Situationen die eigene Freiheit zu bewahren.

 

27. Dezember 2016
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Der Innere Coach: Ein Zustand klarer Entscheidungsfähigkeit

Der Innere Coach ist der kluge, weise Innere Berater – den wohl jeder Mensch in sich hat.

Immer wenn Du in einer schwierigen Situation ratlos bist, frag Dich, was der klügste und mutigste Teil in Dir jetzt tun würde. Und dann tu das!

Der Innere Coach ist eine Metapher für einen Zustand, in dem Sie genau wissen, was zu tun ist

Wie jeder Innere Persönlichkeitsanteil, zeigt auch der Innere Coach sich in bestimmten Situationen und bringt ein Set an Denkweisen, Emotionen, Verhaltensweisen und Glaubenssätzen mit und zeigt sich in typischen Handlungen. Er hat die positive Absicht, dem Gesamtsystem Mensch in Entscheidungen zu guten Entscheidungen zu verhelfen und „das Richtige“ zu tun.

Frag nicht: Mach ich das richtig? Frag lieber: Mach ich das Richtige!

Der Innere Coach ist die Stimme im Menschen, die es ihm möglich macht, eine Situation umsichtig und „richtig“ einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen zu treffen – wenn man so will, ist die Metapher vom Inneren Coach ein anderer Begriff für die Intuition. Weiterlesen →

27. Dezember 2016
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Verhandlungsreframing: In 9 Schritten eine Lösung finden

Das Verhandlungsreframing ist ein NLP-Tool, das die Idee der Inneren Teile aufnimmt und zur Unterstützung in problematischen Situationen anwendet:

Immer wenn ich x tun will, meint ein Teil von mir, ich solle y tun,
aber wenn ich dann y tue, dann will ich doch lieber x machen

(Entscheidungs-)Konflikte mit dieser „einerseits – andererseits“-Grundstruktur sind wie gemacht für das NLP Tool „Verhandlungsreframing“. Es geht von der Vorstellung aus, dass zwei States, zwei Innere Teile des Menschen, sich in einem Konflikt befinden. Und wie im Außen, kann auch „im Innen“ ein Konflikt verhandelt, mediiert werden.

Das „Verhandlungsreframing“ im Überblick

  1. Problem benennen: Welche zwei Seiten einer Sache machen mir zu schaffen? In welcher konkreten Situation? Einerseits… Andererseits…
  2. Welchen Zustand kann ich bei „einerseits“ wahrnehmen (Körperwahrnehmung, Gedanken, innere Sätze, innere Bilder…)? Dieser Teil meiner Persönlichkeit – mag ich dem einen Namen geben? Welches Bild erscheint vor meinem Inneren – wenn dieser Zustand ein „Innerer Anteil“ ist, wie schaut der (vor meinem inneren Auge) aus? Wer aus meinem Inneren Team kommt da auf die Bühne?
    Gestalte u.U. einen Bodenanker zu diesem Teil! Was ist ein typischer Satz dieses Inneren Anteils?
  3. Und: Welchen Zustand kann ich bei „andererseits“ wahrnehmen (Körperwahrnehmung, Gedanken, innere Sätze, innere Bilder…)? Dieser Teil meiner Persönlichkeit – mag ich dem einen Namen geben? Welches Bild erscheint vor meinem Inneren – wenn dieser Zustand ein „Innerer Anteil“ ist, wie schaut der (vor meinem inneren Auge) aus? Wer aus meinem Inneren Team kommt da auf die Bühne?
    Gestalte u.U. einen Bodenanker zu diesem Teil! Was ist der typische Satz dieses Inneren Anteils?
  4. Betrachte diese beiden Teile von Außen: Sie liegen vor Dir, vielleicht magst Du sie auch als Hologramm in deiner rechten und linken Hand auftauchen lassen. Bring die beiden in einen freundlichen, vorsichtigen Kontakt zueinander – Lass Sie einander begrüßen (und sorge dafür, dass sie sich wirklich „anschauen“ und nicht sofort gegenseitig beschimpfen…). Kennen diese beiden Teile sich? Welches Verhältnis haben sie zueinander?
  5. Interview mit Teil „Einerseits“: Was ist sein Ziel, seine positive Absicht für mich? Was willst Du Gutes für mich, für mein Gesamtsystem? Was denkst Du über „Andererseits“? Wie schränkt „Andererseits“ Dich darin ein, Deine Gute Absicht für mich zu verwirklichen? Was stört Dich an „Andererseits“?
  6. Interview mit Teil „Andererseits“: Was ist sein Ziel, seine positive Absicht für mich? Was willst Du Gutes für mich, für mein Gesamtsystem? Was denkst Du über „Einerseits“? Wie schränkt „Einerseits“ Dich darin ein, Deine Gute Absicht für mich zu verwirklichen? Was stört Dich an „Einerseits“?
  7. Bring beide Teile in ein Gespräch, moderiere es, als ob es ein Mediationsgespräch mit anderen Menschen wäre: Was muss geschehen, damit „Einerseits“ den „Andererseits“ in seiner guten Absicht unterstützt und umgekehrt, was muss „Andererseits“ tun, damit „Einerseits“ zufrieden ist und seine Aufgabe erledigen kann? Haben Sie Vertrauen! Sie werden eine Lösung finden!
  8. Wenn Ihre Inneren Anteile, diese Lösung praktizieren: Was wird dann anders werden? Welche Konsequenzen wird das für Sie haben? Sind sie bereit diesen Preis der Veränderung zu zahlen? Gibt es in Ihnen Widerspruch zu dieser Lösung – etwa einen weiteren Teil in Ihnen, der mit dieser Lösung Probleme hat? Nehmen Sie Kontakt auf und integrieren Sie ihn in die Lösungssuche!
  9. Das Einerseits und das Andererseits gehören zu Ihnen – nehmen Sie die Erfahrung aus dem Außen wieder zu sich. Verkosten Sie sie – und räumen Sie auf!

23. Dezember 2016
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vakog und Augenzugangshinweise

vakog ist die Abkürzung für die fünf Sinnenskanäle, mit denen Menschen ihre Welt wahrnehmen.

Menschen erleben unsere Umgebung durch ihre fünf Sinne: wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Alle Informationen von außen erreichen uns über unsere Sinne. Wir speichern diese Informationen oft auch in der selben Art ab, wie wir sie bekommen haben: So können wir innere Bilder sehen, Töne hören, uns an Gerüche oder an einen Geschmack erinnern und wir können im Geist auch Berührungen und sogar Gefühle wiedererleben.

Im NLP bezeichnet man alle fünf Sinneskanäle oft mit der Abkürzung VAKOG.

VAKOG steht für:

V wie visuell: das Sehen
A wie auditiv: das Hören von Geräuschen, Tönen
K wie kinästetisch: das Fühlen durch Tasten, Berührungen unser Haut aber auch Magenschmerzen und Verspannungen
O wie olfaktorisch: das Riechen
G wie gustatorisch: das Schmecken

 

NLP nimmt diese simple Erkenntnis auf und arbeitet meist situationskonkret und sinnlich. Viele Modelle und Tools arbeiten mit den vakog-gespeicherten Informationen über eine Situation.

 

 

Ein Experiment – Wie erinnern wir uns?

Denken Sie doch einmal kurz an die Grundschule, zu der Sie als Kind gegangen sind und achten Sie einmal darauf, wie genau Sie sich daran erinnern. Was fällt Ihnen zu Ihrer Grundschule als erstes ein: Ist es das Bild des Gebäudes oder hören Sie den Klang einer vertrauten Stimme oder vielleicht haben Sie auch einfach nur ein Gefühl, das Sie früher in der Schule hatten. Ist es ein besonderer Geruch, den Sie mit Ihrer Schule verbinden oder vielleicht der Geschmack einer Speise oder eines Getränkes? Wie erinnern Sie sich an Ihre Grundschule?

Wir alle erinnern uns unterschiedlich. Die Art, wie wir uns erinnern, ist sehr eng an die Sinne gekoppelt, die wir am liebsten nutzen. Viele Menschen sehen zuerst ein Bild vor Augen, wie Ihre Grundschule ausgesehen hat. Andere dagegen erinnern sich zuerst an Geräusche oder Gefühle. Wieder andere erinnern sich an den Geruch auf den Gängen. Wir erinnern uns also, indem wir uns Sinneseindrücke zurückholen und in unserem Kopf noch einmal erleben. In NLP-Sprech formuliert: Menschen repräsentieren eine Erfahrung durch einen oder mehrere Ihrer Sinneskanäle.  Deswegen nennt man die fünf verschiedenen Sinneskanäle auch Repräsentationssysteme.

Unsere Augen zeigen, wie wir uns erinnern

Interessanterweise bewegen sich die Augen unterschiedlich, je nachdem, wie ein Mensch gerade denkt. Bei den meisten Menschen bewegen sich die Augen nach oben, wenn sie sich an ein Bild erinnern oder sich in ihrer Vorstellung ein Bild machen, von dem was passieren wird – und die Augen bewegen sich nach unten, wenn sie einen inneren Dialog führen, also mit sich selbst reden.

Versuchen Sie sich einmal daran zu erinnern, wie die Stimme Ihres Grundschullehrers oder Ihrer Lehrerin sich angehört hat. Wohin bewegen sich dabei Ihre Augen ganz automatisch?

 

Was die Bewegung unserer Augen über die Art, uns zu erinnern, aussagt

Durch die Augenbewegungen eines Menschen können wir erkennen, zu welchem Repräsentationssystem er oder sie gerade Zugang hat. Diese Augenbewegungen werden deshalb auch Augenzugangshinweise genannt. Wie immer gilt: Es ist ein Modell, eine Anregung – nicht die Wahrheit schlechthin.

Stehen die Augen eines Menschen oben links , erinnern wir uns an etwas, was wir in unserer Vergangenheit wirklich gesehen haben. Für diese Form des Erinnerns gibt es im NLP das
Symbol Ver (visuell erinnert) .

Wenn unsere Augen oben rechts stehen,  dann konstruieren wir uns in unserem Geist ein Bild, das wir bisher noch nicht in dieser Art gesehen haben (z.B. wenn Sie sich einen rosa Elefanten vorstellen oder überlegen, wie Ihre Freundin mit einem zwei Meter hohen, roten Hut aussehen würde.
(NLP-Symbol: Vk – oder visuell konstruiert).

Stehen die Augen in der Mitte links , dann erinnern wir uns an Töne und Geräusche, die wir gehört haben
(NLP-Symbol: Aer – auditiv erinnert).

Augen, die in der Mitte rechts stehen, deuten darauf, dass wir uns in unserer Phantasie Töne, Geräusche oder Worte konstruieren, die wir bisher noch nicht gehört haben
(NLP-Symbol: Ak – auditiv konstruiert)

Wenn unsere Augen nach links unten zeigen, führen wir einen inneren Dialog, z.B. wenn wir uns innerlich selbst etwas zu uns sagen
(NLP-Symbol: Ad – auditiv digital).

Stehen unsere Augen nach unten rechts ,  konzentrieren wir uns auf Gefühle, z.B. wenn Sie sich fragen, wie es sich anfühlt, barfuß am Strand lang zu gehen
(NLP-Symbol: K – kinästethisch).

Übung: Sie können Ihr Erinnerungsvermögen durch die entsprechenden Augenbewegungen verbessern und intensivieren.

Probieren Sie es einfach mal aus:

Nehmen wir einmal an, Sie möchten sich an einen schönen Urlaub erinnern, um wieder in den schönen Erlebnissen zu schwelgen. Tun Sie dies nun einmal systematisch über alle Ihre fünf Sinneskanäle. Welche Bilder fallen Ihnen ein? Wie roch es dort? Was hörten Sie dort? Welche Empfindungen hatten Sie? Und was haben Sie dort gegessen?

Mit den entsprechenden Augenbewegungen – nun bewusst eingesetzt – können Sie sich selbst dabei unterstützen.

 

 

20. Dezember 2016
nach Heike Kellner-Rauch
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Strategien im NLP

Strategien sind die Art und Weise, wie ein Mensch seine Gedanken und sein Verhalten organisiert, um eine Aufgabe zu erfüllen. Mentale Strategien sind die neurologischen Prozesse im Inneren eines Menschen, Verhaltensstrategien die Strategien, die einzelne Handlungen zu einem konsitenten Verhalten organisieren.

Man kann Makrostrategien von Mikrostrategien unterscheiden. Eine Makrostrategie beschreibt den Weg von einem Zustand zu einem anderen, sie besteht aus einer Vielzahl von internen Mikrostrategien (= neurologische Muster)

Alles menschliche Verhalten wird durch Mikrostrategien hervorgebracht. Sie setzt sich aus einer Reihe von Grundelementen (= innere Repräsentationen) zusammen, die auf bestimmte Weise abgespeichert sind. Strategien an sich sind kontext- und inhaltsunabhängig.

Erfolgreiche Strategien sollen bewusst gemacht werden und in anderen Kontexten nutzbar gemacht werden. Strategien können verändert und neu entworfen werden.

 

Neurologische Ebenen

20. Dezember 2016
nach Heike Kellner-Rauch
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Modeling – das Grundprinzip des NLP

Eigentlich ist NLP an sich nichts anderes als das Modeling bekannter und bewährter Strategien und Techniken. Von Anfang an ging es darum, herauszufinden, was funktioniert und wie es funktioniert – so, dass das Bewährte auf das Neue übertragen werden kann.

Als Tool dient Modeling dazu, Verhaltens- und Denkstrategien von der einen Situation in eine andere Situation zu übertragen. Wenn ich z.B. in beruflichen Zusammenhängen supergut Kontakte knüpfen und pflegen kann, kann ich diese Strategien auch nutzen, um im privaten Umfeld mit Menschen in Kontakt zu kommen. Und: Wenn ich mir dieser Strategie bewusst geworden bin („Wie mache ich das eigentlich?“), dann kann ich sie auch weitergeben, dann kann ich sie anderen lehren.

Das gilt für meine eigenen Handlungs- und Denkweisen, das gilt aber auch für die anderer Menschen: Strategien, die jemand anwendet, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, eine bestimmte Fähigkeit zu leben, überhaupt auf eine bestimmte Art zu leben oder auf eine bestimmte Art und Weise zu denken, zu handeln, zu analysieren oder zu beschreiben, können auch auf eigene Lebenssituationen übertragen werden.

Unbewusst geschieht das häufig: Das Lernen am Modell ist der pädagogische Begriff dafür, die Warnung „das ist kein guter Umgang für Dich“ vielleicht die zugehörige Elternbotschaft.

Menschen können dieses Phänomen jedoch auch absichtsvoll nutzen, um durch Modeling die eigene Entwicklung, das eigene Lernen zu beschleunigen.

Im Idealfall kann ich mir einen realen Menschen „zum Vorbild“ nehmen und ihn zu seinen Strategien interviewen: „Sag mal, wie machst Du das eigentlich genau…“.

Nun ist das oft nicht so einfach möglich (allerdings: Es geht öfter, als man so glaubt…!), dann kann ich mir mein Bild, das ich von diesem Menschen und seinen Denk- und Verhaltensweisen habe, bewusst machen, analysieren und für mich selbst neue Denk- und Verhaltensweisen entwerfen. In NLPspeech heißt das, die „mentalen Strategien“, also die Prozesse, die im Inneren eines Menschen, zu modellieren. Dazu gehören die Werte und Glaubenssätze eines Menschen, die seine prinzipielle Einstellung zur Welt und zum Menschen formen – also das, was man mit „Haltung“ bezeichnet.

Ein Arbeitsblatt im pdf-Format für das Selbstcoaching finden Sie hier: Viel Freude bei diesem Prozess! Mit diesen „schlauen Fragen“ bekommen Sie einen ersten Einblick, wie Modeling fragt – wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie weiter!

Der Modeling-Prozess im (Selbst-)Coaching durchläuft mehrere Phasen:

  1. Elizitation: Hier geht es um das identifizieren und beschreiben der Strategien und des Verhaltens eines Anderen
  2. Utilisation: Das was in der ersten Phase gefunden wurde, wird analysiert und für das eigene Leben und Handeln nutzbar gemacht
  3. Installation neuer Strategien und Verhaltensweisen

 

Auch im Selbstcoaching können Sie diesen Prozess vollziehen:

Vor dem Modeling: Zielbestimmung

Welche Fähigkeit und Eigenschaft möchte ich entwickeln? Für welche Situation wünsche ich mir eine neue Denk- oder Verhaltensweise? Woran werde ich erkennen, dass das Modeling erfolgreich war?

Phase 1 des Modeling: Elizitation

Wen kenne ich, der das kann? Welche Person hat diese Eigenschaft?
Finden Sie wenn möglich mehrere Personen – es dürfen auch VIPs, Comichelden oder literarische Figuren sein! Gehen Sie den nächsten Impulse jeweils für eine Person nach, sammeln Sie – lassen Sie sich Zeit! Und dann forschen Sie nach den Strategienen der weiteren Personen…

Was schätze ich an dieser Person ganz besonders?

Was weiß ich über diese Person bereits, wo kann ich mehr erfahren?
Tauchen Sie ein in die Welt dieses Anderen, lesen Sie Interviews oder Biografien, sprechen Sie die Person direkt an und reden Sie direkt mit ihr! Beobachten Sie diese Person, so intensiv es Ihnen möglich ist. Es geht darum, dass Sie eine detailreiche Vorstellung von diesem Anderen bekommen, sie „in dessen Haut schlüpfen“ können.

Wenn Sie eine Vorstellung dieser anderen Person haben, führen Sie ein Interview – und antworten SIE so, als ob Sie der Andere wären!

Ein solches Interview könnte diese Fragen stellen:

  • Was tun Sie, wie genau tun Sie das? Gibt es eine bestimmte Reihenfolge, die wichtig ist? Was sehen, hören, denken Sie zuerst – und was kommt dann?
  • Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das tun? Was fühlen Sie, wenn Sie so handeln? 
  • Worauf richten Sie Ihre Aufmerksamkeit? 
  • Wodurch ist es Ihnen möglich das zu tun was Sie tun und es auf diese Weise zu tun?
  • Was ist Ihnen wichtig dabei? Was wollen Sie damit erreichen – und was verhindern?
  • Was denken Sie dabei über sich selbst und über das, was Sie da tun?
  • Was denken Sie über die Welt, nach welchen Regeln funktioniert die Welt?
  • Was würden Sie sagen: Wer sind Sie denn in solchen Momenten, in denen Sie so handeln, was macht Sie da als Person aus? Wie ginge denn der Satz „Ich bin dann ein…“ weiter?
  • Was ist so Ihre Idee, aus welchem Grund tun Sie das was Sie tun? Erzählen Sie mir Ihre Geschichte, wie Sie dazu kamen!
  • Was treibt Sie an, genau das auf genau diese Weise zu tun? Was gibt Ihnen denn da Sinn? Wie passt das alles in Ihr Konzept von Leben, wie ist das da eingebunden?
  • Welchen „Faustregeln“ folgen Sie – was ist Ihr inneres Gesetz, die für Sie verbindlichen Optionen und Regeln? 
  • Gibt es für all das ein Symbol – welches Bild taucht da in Ihnen auf, wenn Sie mir das so erzählen? Haben Sie einen besonderen Sinnspruch oder eine typische Geste?

Hören Sie genau hin: Wie spricht der Andere? In welcher Lautstärke, mit welcher Stimmlage, in welchem Tempo? Sind da viele Pausen zwischen den Sätzen oder „spricht er wie gedruckt“? Welche Verben benutzt er häufiger: können, sollen, dürfen oder müssen? Spricht er häufiger von „ich“, „du“, „man“, „wir“ oder vom „es“? Erzählt er mehr von den Möglichkeiten oder von den Risiken, mehr von den Ursachen oder von den Konsequenzen?

Schauen Sie genau hin: In welcher Körperhaltung ist der Andere da? Welche Gesten nutzt er und was fällt Ihnen an seiner Mimik auf? Wie ist die Körperspannung, wie bewegt er sich?

Freunden Sie sich sozusagen virtuell mit dieser Person an, bekommen Sie ein Gefühl dafür, WIE der Andere denkt und handelt – und gehen Sie diesen Weg auch mit anderen Vorbildern und Personen, die das verwirklichen, was Sie gerne leben möchten.

Phase 2 des Modeling: Utilisation

Sie haben jetzt eine ziemlich Sammlung von Informationen über die Strategien und Verhaltensweisen anderer Personen: Was unterscheidet diese Person(en) von Anderen, was ist das Besondere, das Spezielle an Ihnen – was haben diese Personen gemeinsam? 

Finden Sie die klaren signifikanten Faktoren, die diese Person(en) ausmachen, was das Wesentliche an ihnen ist. Stellen Sie Regeln auf: Jemand, der das kann/ist, der….

Was davon ist für Sie attraktiv, wo spüren Sie: Das könnte mir helfen, mein Ziel zu erreichen!

Und: Ein „das ich kann ich nieeeee!“ gilt hier nicht. Sie haben diese Strategien und Verhaltensweisen an der anderen Person erkannt, also scheint etwas in IHNEN zu stecken, dass da ent-wickelt werden möchte und nur darauf wartet, ans Tageslicht zu kommen.

Was von diesen Strategien und Verhaltensweisen haben Sie denn eigentlich in Ihrem eigenen Leben schon einmal verwirklicht? Wann war das denn – und welche Konsequenzen hatte das?  

Phase 3 des Modeling: Installation

Suchen Sie sich zwei, drei konkrete Verhaltensweisen, Denkstrategien oder Glaubenssätze über sich selbst und die Welt heraus und stellen sich vor, genau das zu tun. In welcher Situation, werden Sie genau das auf diese Weise tun? Was verändert sich für Sie im Vergleich zum Gewohnten? Was ist anders? Gefällt Ihnen das? Hilft Ihnen das, glücklicher und zufriedener in der Welt zu sein? Was wird dadurch für Sie möglich?

Denken Sie an den Öko-Check: Was wird dann passieren? Sind sie bereit diesen Preis zu zahlen?

Und nun denken Sie an die Situation, für die sie das Modeling gemacht haben: Stellen Sie sich vor, Sie sind genau da – sie sehen, was es zu sehen gibt und hören, was es zu hören gibt und erleben sich selbst, wie sie genau das verwirklichen, was Sie sich jetzt erarbeitet haben. Erleben Sie das mit allen Sinnen, kosten Sie die Situation aus – und freuen Sie sich, auf das, was die Zukunft bringen wird!

 

15. Oktober 2016
nach Heike Kellner-Rauch
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Rapport: Wie kann ich mit fremden Menschen in Kontakt kommen?

Dem Rapport-Konzept liegt eine Beobachtung zu Grunde: Menschen, die in einem guten Kontakt miteinander sind, spiegeln sich unbewusst in ihrer Körperhaltung, Gestik, Mimik, in ihrem Sprach- und Bewegungsrhythmus. Man sieht es ihnen an, ob sie sich gut verstehen.

Übung:

Wenn Du demnächst mal Zeit hast, in einem Café sitzt oder in der Pause, Du irgendwo wartest oder einfach so die Gelegenheit hast, Menschen zu beobachten, dann guck doch mal, wie es aussieht, wenn sich zwei Menschen unterhalten. Welchen Eindruck macht das bei Dir? Können die miteinander, sind sie im Rapport? Durch welche Beobachtung kommst Du zu diesem Eindruck?

Wenn Menschen sich „aufeinander beziehen“ kann Kommunikation gelingen. Es entsteht Ähnlichkeit, Harmonie, Einverständnis – es herrscht das Gefühl des Gleichklangs, des „Miteinander“: Ich fühle mich beachtet und verstanden, habe das Gefühl, der Andere interessiert sich für mich und respektiert mich.

Wenn Rapport in einer Kommunikationssituation vorhanden ist, fühle ich mich wohl und es entsteht Vertrauen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ich den Anderen in seinem Anliegen unterstütze.

Bei gutem Rapport ist alles möglich – und ohne Rapport geht gar nichts!

Vertrauen entsteht durch die Erfahrung von Ähnlichkeit und Zugehörigkeit – denn dann muss ich mich nicht fürchten vor dem Anderen, ich fühle mich sicher und gut aufgehoben. Menschen, die sich ähnlich sind, mögen sich (im Normalfall zumindest…).

Ob die Chemie zwischen Menschen stimmt, ist kein Zufall

und natürlich auch nicht wirklich herstellbar, aber:

Rapport kann auch bewusst aufgebaut werden

Das macht Sinn, wenn ich in einer ’schwierigen‘ Situation mit jemanden Kontakt aufnehmen möchte: „Rapport aufbauen“ ist wie eine Brücke in die Welt des Anderen bauen. Bewusst Rapport aufbauen ist ein aktiver Beitrag dazu, eine Beziehung so zu gestalten, dass Vertrauen und Zusammenarbeit möglich wird.

Grundlegende Schritte um Rapport aufzubauen:

  • sich dem Anderen freundlich zuwenden (Lächeln, offener Blick, Augenkontakt) ohne sich anzubiedern;
  • Gemeinsamkeiten (Wahrnehmungen, Erlebnisse, Interessen) ansprechen – deshalb ist das Wetter ja ein so hervorragendes small talk-Thema!
  • Da-Sein. Engagiert, interessiert, achtsam, konzentriert. Die Aufmerksamkeit absichtslos beim Gegenüber lassen (und nicht auf die Armbanduhr schauen oder im Geiste die Einkaufsliste durchgehen!) und sich (innerlich) zurücklehnen und (im guten Sinne) neugierig wahrnehmen, wie der andere sich mir zeigt. So entsteht im hier und jetzt eine gemeinsame Erfahrung, die wiederum verbindend ist.
    Allerdings muss das Interesse echt sein. Wenn es ein beruflich motiviertes Interesse ist, dann muss mir klar sein, in welcher Rolle ich jetzt gerade mit diesem Menschen zu tun habe und welche Verhaltensweisen deshalb von mir erwartet werden. Ich darf auch vor mir selbst zugeben, dass ich jetzt vielleicht grad gar keinen Nerv für ein solches Gespräch habe – und muss mein Handeln an meinem Ziel und Auftrag orientieren und verantworten.

Übung:

Wenn Du demnächst mal Brötchen holen gehst oder an der Käsetheke mit der Verkäuferin zu tun hast: Probier das mal aus, gehe absichtsvoll in Rapport – und sei neugierig was passiert.

Rapport steht und fällt mit der (selektiven) Authentizität

Wenn ich dem Anderen etwas vorspiele, sei es Interesse oder Freundlichkeit, wird er das merken und es mit großer Wahrscheinlichkeit als Beziehungsstörung verbuchen. Das Anliegen, mit bewusst aufgebautem Rapport eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen, die von Vertrauen und Zugewandtheit geprägt ist, kann ich so nicht erreichen.

Das gilt auch für das „Klassische“ pacen, für das Anpassen an die typischen Verhaltensweisen des Anderen:

Rapportförderlich ist es, wenn ich die „typische“ Ausdrucksweisen des Anderen wahrnehme (‚kalibrieren‘) und spiegle (‚pacen‘):

  • Stimme: Tonlage, Lautstärke, Tempo, Wortwahl (Sprachmuster, Redewendungen und Schlüsselworte)
  • Atmung/Atemrhythmus
  • Körperhaltung, Gestik, Mimik und Bewegungsrhythmus – auch Minimalbewegungen (Fußwippen)

Übrigens: Auch Kleidung ist eine Art zu kommunizieren… Stellen Sie sich mal vor, Sie erscheinen im Abendkleid beim C-Jugend-Fußballspiel oder in Strandkleidung bei den Bayreuther Festspielen…

Rapport aufbauen heißt: Ich gleiche mein Verhalten bewusst an das Verhalten des Anderen an

Rapportschädlich ist es, wenn dieses Spiegeln unecht wirkt, weil es nicht von echtem Interesse und Wohlwollen geprägt ist, wird es den anderen irritieren, er wird es sehr wahrscheinlich als affig empfinden und sich eher nicht gut aufgehoben fühlen in diesem Gespräch.

Bewusster Rapportaufbau durch das Spiegeln von Stimme, Atmung, Körperhaltung etc. muss sehr behutsam, langsam und kleinschrittig erfolgen!

Rapport lässt sich nicht erzwingen. Es geht darum, entspannt und präsent in den flow der Begegnung mit dem Anderen zu finden. Es ist kein Imitieren und Kopieren, sondern ein von Respekt und Interesse geprägtes Zusammenschwingen. Und das geht eigentlich nur durch: üben, üben, üben!

Das Spiegeln kann direkt sein, indem ich z.B. die Sitzposition des Anderen übernehme, oder auch indirekt, indem ich z.B. das Verhalten des Anderen (beispielsweise die aufgeregte, schnelle und kurze Atmung) mit einem anderen Ausdruckskanal aufnehme (ich beispielsweise in diesem Atemtempo mit meinem Fuß wippe oder den Stift in meiner Hand bewege…).

Übung:

Wenn Du demnächst mal in Ruhe mit jemanden zusammen sitzt und Dich unterhältst, achte auf den Atem des Anderen. Wie schnell ist der Atem, wie tief und wie oft atmet diese Person? Ahme diesen Rhythmus mit einer Handbewegung nach.

Rapport aufbauen, kalibrieren und pacen, hilft mit Menschen in Kontakt zu kommen und mit Ihnen gut zu arbeiten. Und das bewusst­ nicht zu tun, kann genutzt werden, um mich aus Gesprächen/Situationen zu lösen, in denen ich nicht sein will.

Übrigens: Die Strategie vor einer Gruppe sehr lauter Menschen sehr leise zu sprechen ist genau das, ein klassischer Rapportbruch. Noch deutlicher ist es, wenn in eine sehr ruhige Umgebung jemand hineinpoltert und laut spricht.

Übung:

Wenn Dich das nächste Mal jemand ungefragt und ungewollt in ein „Gespräch“ zwingt (oder klarer gesagt, er dich volllabert!), breche bewusst den Rapport:

  • Hör auf zu Lächeln!
  • Schau auf die Uhr!
  • Spreche absichtsvoll lauter oder leiser, schneller oder langsamer, mehr oder weniger Dialekt als der Andere!
  • Wende bewusst den Körper ab („die kalte Schulter zeigen“) und vermeide es, den Anderen mit Deiner Körperhaltung zu spiegeln

Probier das einfach mal aus und sei neugierig, was passiert!

Ich kann mich bewusst angleichen (matching) an die Ausdrucksweise des Anderen und ich kann bewusst seine Muster brechen (missmatching)

Wenn Rapportaufbau gelungen ist, wird sich der Andere auch an eine Veränderung Deiner Körperhaltung anpassen – unbewusst und zeitverzögert. So kommt es zu dem Eindruck der Übereinstimmung: Menschen reagieren aufeinander, passen sich gegenseitig an und scheinen so als eine Einheit, lassen sehen, dass sie gut miteinander können.

Das ist zwar magisch, aber keine Zauberei.

Übung:

Vielleicht hast Du ja auch immer wieder mal Mails von Menschen in deinem Postfach, mit denen Mailing sehr schwierig ist, weil ihr es nicht schafft, so zu schreiben, dass es ihr euch so einigermaßen versteht.

Schau Dir eine solche Mail mal genau an: Wie konstruiert der Andere seine Sätze? Sind die lang und verschachtelt oder eher kurz und ohne Nebensätze? Verwendet er mehr Verben oder mehr Nominalisierungen? Hat er typische Redewendungen oder Lieblingsworte?

Nimm das auf, was Du nun weißt und schreibe Deine Antwortmail in diesem Stil, passe Dich in der Wortwahl, dem Satzbau und der Länge des Textes dem Anderen an. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Inhalt beim Anderen ankommt.

 

2. August 2016
nach Heike Kellner-Rauch
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Der Körper weiß mehr: Hinspüren, wie es mir geht – Body Scan

„Die letzten Wochen stecken mir noch in den Knochen“, „das geht mir an die Nieren!“, „das schlägt mir auf den Magen“ – unsere Sprache ist übervoll mit Hinweisen darauf, wie klug der menschliche Körper ist. Da muss sich eine „ein dickes Fell zulegen“ (gegen die Kälte der Einsamkeit und den Schmerz, der von Kränkungen ausgeht), ein anderer ist sprachlos ob der Dinge, die ihm widerfahren und wundert sich über seine Heiserheit…

„Geh Du voran“, sagt die Seele zum Körper, „auf mich hört sie ja nicht“.

Dummerweise, nehmen wir Menschen unseren Körper meist nur dann wahr, wenn etwas weh tut: Die schmerzende Schulter, das Stechen im Rücken oder das komische Gefühl im Bauch. Es ist aber um einiges schlauer, zu lernen auf den Körper zu hören, bevor sich Belastungen somatisieren und man sich als „krank“ erlebt.

Unter dem Begriff „Body Scan“ ist in den letzten Jahren eine sehr alte Übung wieder sehr bekannt geworden: Ich spüre – achtsam und absichtslos – auf „alle“ Teile meines Körpers, nehme wahr, wie sich jetzt im Moment z.B. der mittlere Zeh am rechten Fuß anfühlt oder auch, wie mein Kopf auf der Wirbelsäule balanciert. Es gibt im Internet zahlreiche Anleitungen für den Body Scan, auch als kostenfreie mp3-Dateien.

Probieren Sie es aus – ich bin gespannt, wie es Ihnen geht!

Hier finden Sie den Text, mit dem ich in Seminaren den Body Scan anleite, wenn Sie ihn verwenden möchten: Gerne!

Body-Scan

Setzen Sie sich bequem auf ihren Stuhl, lehnen Sie sich an und stellen Sie die Füße so auf den Boden, dass es gut möglich ist, eine Zeit so zu sitzen und auf das aufmerksam zu achten, wie Sie Ihren Körper spüren und was da in Ihnen lebendig ist. Es ist egal, ob Sie die Augen offen haben oder sie schließen, Sie hören, was um Sie herum zu hören ist und Sie hören meine Stimme. Sie müssen nichts Bestimmtes tun und gar nichts leisten: Sie dürfen einfach neugierig sein, was sie beobachten können und welche Empfindungen Sie wahrnehmen können. Schauen Sie mit einem freundlichen Blick auf sich selbst und nehmen Ihren Körper als Ganzes wahr, spüren Sie, an welchen Stellen Ihr Körper den Stuhl und den Boden berührt.

Wenden Sie dann Ihre Aufmerksamkeit Ihrem Atem zu und bemerken Sie, wo Sie die Atembewegung spüren können. Lassen Sie den Atem kommen und gehen, so wie er das will und wie das immer von ganz alleine geschieht ohne, dass Sie etwas dafür tun müssen. Achten Sie nur darauf, wo Sie ihn spüren können, wie der Einatem kommt und im Ausatem wieder geht.

Sie sind ganz wach und aufmerksam und werden von Atemzug zu Atemzug ruhiger und fühlen sich von Atemzug zu Atemzug wohler in Ihrem Körper.

Ihre Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Ihre Füße, wie sie den Boden berühren. Achten Sie jetzt nur auf Ihren rechten Fuß, auf die Fußsohle und auf die Oberseite des Fußes. Welche Temperatur spüren Sie, wie ist die Spannung in Ihrem Fuß? Spüren Sie nun jeden einzelnen Zeh…, das Fußgelenk…, den Unterschenkel… und ihr Knie. Während ihr Atem von alleine kommt und geht, nehmen Sie Ihren rechten Oberschenkel wahr und Ihr ganzes rechtes Bein. Ihre Aufmerksamkeit gilt Ihrer rechten Hüfte und Sie fühlen wie Sie auf dem Stuhl sitzen und wie Ihr Gesäß die Fläche berührt.

Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zur linken Hüfte…, erspüren Sie Ihren linken Oberschenkel und das linke Knie, den Unterschenkel und Ihren linken Fuß. Sie können jeden Zeh fühlen…, die Fußsohle und die Oberseite des Fußes… Sie nehmen in aller Ruhe wahr, wie sich Ihr linker Unterschenkel anfühlt…, das Knie … und der Oberschenkel. Ihre Aufmerksamkeit gilt für einen Moment dem gesamten linken Bein.

Richten Sie Ihre Wahrnehmung nun auf das Ende der Wirbelsäule, auf das Steißbein und dann auf jeden Wirbel von unten nach oben… Sie spüren die Stelle an der der Kopf auf der Wirbelsäule ruht und nehmen achtsam wahr, was Sie an Ihren Kopf spüren können, wie fühlt sich die Kopfhaut am Hinterhaupt an…, die Ohren…, der Schädel…, die Stirn…, die Augen…, die Nase…, die Wangen…, die Lippen… und das Kinn… Nehmen Sie wahr, wie Sie ihren Hals spüren.

Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre rechte Schulter, auf den rechten Arm, auf Ihre rechte Hand. Erspüren Sie jeden einzelnen Finger, vom Daumen bis zum kleinen Finger…, die Innenseite der Hand…, die Außenseite…, das Handgelenk…, den Unterarm…, den Ellenbogen…, den Oberarm…, die rechte Schulter.

Erleben Sie Ihren Brustraum und achten Sie auf Ihren Atem, wie er kommt und wie er geht, wie er Ihren Körper mit Sauerstoff versorgt und Sie lebendig hält.

Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre linke Schulter, auf den linken Arm, auf Ihre linke Hand. Erspüren Sie jeden einzelnen Finger, vom Daumen bis zum kleinen Finger…, die Innenseite der Hand…, die Außenseite…, das Handgelenk…, den Unterarm…, den Ellenbogen…, den Oberarm…, die linke Schulter.

Wie fühlt sich der Brustraum an, spüren Sie, wie der Einatem die Lungen füllt und der Ausatem den Brustkorb wieder sinken lässt, kommen Sie in Kontakt zu Ihrem Herzen…, Ihrem Magen…, Ihrem Bauch… Spüren Sie Ihren ganzen Leib in seiner Fülle und Schönheit.

Während Sie bemerken, wie Ihr Atem kommt und geht, nehmen Sie nochmals Ihren Körper als Ganzes wahr und kommen dann in Ihrer Zeit mit Ihrer Aufmerksamkeit zurück nach außen, hier in diesen Raum….