„Ankern“ ist eine Basistechnik des NLP. Anker werden eingesetzt, um ressourcevolle  Zustände gezielt herbei führen zu können, Namen, Begriffe oder Situationen abrufbar zu machen oder leichter (etwa nach einer Trance) in die Gegenwart zu kommen. Entsprechend ankert man Emotionen, Erinnerungen oder Zeiten.

Ein Anker (als NLP-Technik) ist eine bewusst und absichtsvoll hergestellte Reiz-Reaktions-Verknüpfung: Die Reaktion (eine Emotion, ein Zustand) kann mit einem bewusst gesetztem Reiz ausgelöst werden. Im Alltag entstehen sie meist zufällig und sind nicht immer hilfreich. Z.B. triggern bestimmte Worte bestimmte Zustände an (… da gibt es so Arten und Weisen meinen Namen auszusprechen…). Aus dieser AutoPilot-Steuerung kann man aussteigen: Es geht darum möglichst viele Wahlmöglichkeiten zu haben, determinierende Anker zu löschen, um eben frei auf eine Situation reagieren zu können.

Im Alltag entstehen Anker meist zufällig und sind nicht immer hilfreich. Zum Beispiel triggern bestimmte Worte bestimmte Zustände an (… da gibt es so Arten und Weisen meinen Namen auszusprechen…). Da existieren Problem- und Dissoziationsanker, die u.U. ungewollte Effekte erzielen, weil sie u.U. starke negative Emotionen durch einen – zufällig – entstandenen Anker auslösen. Räume, Musik, Worte können solche Anker sein, die negative „Erinnerungen“ antriggern. Aus dieser AutoPilot-Steuerung kann man aussteigen: Es geht darum möglichst viele Wahlmöglichkeiten zu haben, determinierende Anker zu löschen, um eben frei auf eine Situation reagieren zu können. Anker können auch „gelöscht“ werden, indem sie mit einem  neuen und bewusst gesetzten Anker verschmolzen werden – eine ziemlich gute Lösung, wenn man ihnen nicht aus dem Weg gehen kann oder will.

Alles Denken findet in einem (oder in mehreren) der fünf sensorischen Kanäle statt: sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen (vakog). Anker können über jeden dieser fünf Sinneskanäle internal oder external installiert werden:

Kinästhetische Anker
Raum-/Bodenanker – die Repräsentation eines örtlichen, zeitlichen und/oder emotionalen Ereignisses an einer bestimmten Stelle im Raum (z.B. mit Moderationskarte markiert, um auch körperlich diesen Ort aufzusuchen); gezielte Berührungen und Rituale

Visuelle Anker
Gesten, Symbole, Bilder, Farben

Auditive Anker
Worte, die auf eine bestimmte Weise (Tonhöhe, Lautstärke, Geschwindigkeit) ausgesprochen werden, Geräusche, Melodien, akustische Signale

Olfaktorische (Gerüche) und gustatorische (Geschmack) Anker

Anker können auch Landschaften, Gebäude, Räume, Gegenstände oder Kleidungsstücke sein, ebenso wie Menschen oder Tiere – im Prinzip kann alles ein Anker sein.

Wenn man schnell in einen bestimmten Zustand, wie z.B. Kreativität, Meditation, Klarheit kommen will, kann es helfen, immer den selben Ort aufzusuchen, mit immer dem selben Ziel von Kreativität, Meditation, Klarheit….

Wohlgeformte Anker sind TIGER

T — Timing: Der Anker wird gesetzt, wenn der zu ankernde Zustand in seiner maximalen Intensität wahrgenommen wird
I — Intensität: Der Zustand braucht eine hohe emotionale Intensität – mgl. vollständig assoziiert erleben (vakog im Präsens)
G — Genauigkeit: Anker präzise setzen – nur wenn er in gleicher Weise reproduziert werden kann, wird er seine volle Wirkung entfalten können
E — Einzigartigkeit: Der Reiz braucht eine Exklusivität – kinästhetische Ankerstellen sollen möglichst neutral sein
R — Reinheit: Den erwünschten Zustand sehr präzise herausarbeiten, keine Mischgefühle ankern: Pure Freude…

Anker sind Tiger
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