Wenn wir stets die gesamte Realität wahrnehmen würden, wären wir hemmungslos überfordert: Menschen sind darauf angewiesen aus der unglaublichen Vielfalt von möglichen Wahrnehmungen schnell und treffsicher auszuwählen – und sie tun das unbewusst.

So ist das, was wir von der Welt um uns herum wahrnehmen – und sie für die Wirklichkeit halten! – immer nur ein kleiner Teil davon. Um genau zu sein: Es ist mein kleiner Teil der Realität, meine Wirklichkeit. Das meint der Satz „Die Landkarte ist nicht das Gebiet“: Meine Vorstellung  von der Realität ist die Landkarte, die sich in meinem Denken ausgeprägt hat. Das reale Gebiet ist um einiges größer, lebendiger, unübersichtlicher, vielfältiger… Aber: Ich brauche meine Landkarte, um mich in dieser Welt orientieren zu können und meinen Weg zu finden.

Neurologische, kulturelle und soziale Filter bestimmen darüber, welche Informationen ein Mensch zu einer bestimmten Zeit und in einem bestimmten Kontext bewusst wahrnehmen kann. Dazu kommen noch individuelle Filter, persönliche Glaubenssätze, eigene Werte und Präferenzen, die sich im Lauf der Lebensgeschichte gebildet haben: Sie verzerren, tilgen und generalisieren Informationen aus der Umwelt und bilden so die „Welt in meinem Kopf“. Diese Vorstellung der Wirklichkeit bestimmt über mein Denken und mein Verhalten.

Diese Reduktion von Informationen ist notwendig – damit wir nicht verrückt werden ob der Vielfalt der Reize. Und es ist gut, achtsam für die eigenen Wahrnehmungsfilter zu werden und das eigene Denken und das eigene Verhalten flexibel zu gestalten.

 

Photo by Craig Whitehead on Unsplash

Damit wir nicht verrückt werden: Wahrnehmungsfilter

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