Jeder von uns hat in sich einen Zweifler, eine Stimme, die nicht blind glaubt, dass etwas so ist, wie es zu sein scheint, die sich aus guten Gründen unsicher ist. Manchmal nervt diese Stimme, weil sie Entscheidungen schwierig macht: Ist das wirklich so, ist das gut, wenn ich das so machen würde… Du kennst das!

Denke nun an eine Situation an der Du nicht sicher bist, was richtig ist – das kann schon eine so einfache Frage sein, wie ob denn der Euro 2002 oder 2001 als Bargeld eingeführt wurde, oder welche Hausadresse dieser Raum hier hat.

Such Dir eine Situation aus, in der Du einfach nicht weißt, was stimmt, was richtig ist, ob das eine oder das andere zutrifft. Das nennen wir Zweifel: Ich weiß nicht, was wirklich stimmt.

Denke an eine solche Situation in Deinem Leben, in der Du dieses Gefühl erlebst. Lass sie in Dir lebendig werden:

Wo bist Du da? Wer ist da noch? Um was geht es eigentlich? Was hörst Du um Dich herum, welche Inneren Stimmen kannst Du hören? Du hörst, was es zu hören gibt und bist ganz neugierig auf das, was Du da im Außen und im Innen wahrnehmen kannst. Du siehst mit Deinem Inneren Auge und spürst, wie für Dich diese Situation ist. Immer deutlicher nimmst Du diese eine Stimme in Dir wahr, die laut und deutlich oder auch leise und verschämt ihren Zweifel anmeldet. Diese Stimme gehört zu Deinem Inneren Zweifler – was genau sagt er Dir? Wie sagt er Dir das? Wie klingt für dich das „ich bin mir nicht sicher“, das „ich weiß nicht, was richtig ist“, „hmm, ist das wirklich so?“

In welchen Worten spricht Dein Innerer Zweifler mit Dir, welches Bild erzeugt das in Dir und wie schaut für Dich dieser Satz aus. Lehn Dich wieder innerlich zurück und, wie wenn Du im Kino sitzen würdest,  entsteht vor Dir eine Leinwand und auf diesem Leinwand taucht Dein Satz auf. Betrachte diesen Satz – wie schaut er aus? Welche Schriftart verwendet Dein Satz, um sich zu präsentieren? Wie groß ist die Schrift, wie ist der Hintergrund gestaltet? Welche Farben beherrschen das Bild? Sind die Farben eher grell und deutlich oder pastellig und zart? Ist es ein Standbild oder ist eine bewegte Animation? Wie hell oder wie dunkel ist das, was Du siehst? Ist es scharf gezeichnet oder wie mit einem Weichzeichner gedämpft?

Gibt es Soundeffekte, die dieses Bild begleiten? Leise oder eher laut, sind sie tief oder oder eher hoch – wie ist die Qualität dieser Geräusche: schrill oder weich und sanft? Nimmst Du eine Dissonanz wahr oder klingt das Ganze eher harmonisch?

Der Innere Zweifler
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