Ein Elternpaar hatte die Freude Zwillingsbrüder zu erziehen, die jedoch unterschiedlicher waren, als man sich das vorstellen kann. Während der eine ein optimistischer Sonnenschein war, dem die allermeisten Situationen ein Strahlen in die Augen zauberten, war der andere Bruder das genaue Gegenteil: Egal was geschah, er motzte und zog sich türenschlagend in sein Zimmer zurück. Wenn es auf Weihnachten oder seinen Geburtstag zuging, befürchtete er immer schon das Schlimmste, während sein Bruder sich wochenlang auf das Fest – und die Geschenke – freute.

Die Eltern litten sehr darunter, dass sie es dem Einen nie Recht machen konnten – und sorgten sich ein wenig um den Strahlemann, ob der denn nicht zu naiv ins Leben gehen würde.

Ein befreundeter Psychologe gab ihnen den Rat, die Kinder an ihrem nächsten Geburtstag in zwei getrennte Zimmer zu setzen und ihnen getrennt voneinander die Geschenke zu überreichen: „Schenken Sie dem pessimistischen Kind das Geschenk, von dem Sie wissen, dass er es sich über alle Maßen wünscht – auch wenn es an sich zu teuer ist. Und dem anderen Jungen schenken Sie eine Kiste voller Pferdemist!“

So wirklich wohl war es den Eltern nicht, ihren optimistischen Sohn so zu behandeln, aber weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wussten, befolgten Sie den Rat des Psychologen. Und sie wurden zunehmend neugierig auf die Reaktionen ihrer Söhne.

Als der eine Sohn sein wirklich heiß ersehntes Geschenk auspackte, hörten die Eltern ein wütendes Schreien: „Das Ding hat die falsche Farbe! Nie bekomme ich, was ich will!“. Aus dem anderen Zimmer hörten die Eltern – und das erstaunte die enttäuschten Eltern über alle Maßen – ein freudiges Jubeln: „Boh – cool. Wo soviel Mist ist, muss doch auch irgendwo das Pony sein!“

(Quelle unbekannt)

 

Photo by Diego PH on Unsplash

Die Geschichte vom Pony
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