Das Verhandlungsreframing ist ein NLP-Tool, das die Idee der Inneren Teile aufnimmt und zur Unterstützung in problematischen Situationen anwendet:

Immer wenn ich x tun will, meint ein Teil von mir, ich solle y tun,
aber wenn ich dann y tue, dann will ich doch lieber x machen

(Entscheidungs-)Konflikte mit dieser „einerseits – andererseits“-Grundstruktur sind wie gemacht für das NLP Tool „Verhandlungsreframing“. Es geht von der Vorstellung aus, dass zwei States, zwei Innere Teile des Menschen, sich in einem Konflikt befinden. Und wie im Außen, kann auch „im Innen“ ein Konflikt verhandelt, mediiert werden.

Das „Verhandlungsreframing“ im Überblick

  1. Problem benennen: Welche zwei Seiten einer Sache machen mir zu schaffen? In welcher konkreten Situation? Einerseits… Andererseits…
  2. Welchen Zustand kann ich bei „einerseits“ wahrnehmen (Körperwahrnehmung, Gedanken, innere Sätze, innere Bilder…)? Dieser Teil meiner Persönlichkeit – mag ich dem einen Namen geben? Welches Bild erscheint vor meinem Inneren – wenn dieser Zustand ein „Innerer Anteil“ ist, wie schaut der (vor meinem inneren Auge) aus? Wer aus meinem Inneren Team kommt da auf die Bühne?
    Gestalte u.U. einen Bodenanker zu diesem Teil! Was ist ein typischer Satz dieses Inneren Anteils?
  3. Und: Welchen Zustand kann ich bei „andererseits“ wahrnehmen (Körperwahrnehmung, Gedanken, innere Sätze, innere Bilder…)? Dieser Teil meiner Persönlichkeit – mag ich dem einen Namen geben? Welches Bild erscheint vor meinem Inneren – wenn dieser Zustand ein „Innerer Anteil“ ist, wie schaut der (vor meinem inneren Auge) aus? Wer aus meinem Inneren Team kommt da auf die Bühne?
    Gestalte u.U. einen Bodenanker zu diesem Teil! Was ist der typische Satz dieses Inneren Anteils?
  4. Betrachte diese beiden Teile von Außen: Sie liegen vor Dir, vielleicht magst Du sie auch als Hologramm in deiner rechten und linken Hand auftauchen lassen. Bring die beiden in einen freundlichen, vorsichtigen Kontakt zueinander – Lass Sie einander begrüßen (und sorge dafür, dass sie sich wirklich „anschauen“ und nicht sofort gegenseitig beschimpfen…). Kennen diese beiden Teile sich? Welches Verhältnis haben sie zueinander?
  5. Interview mit Teil „Einerseits“: Was ist sein Ziel, seine positive Absicht für mich? Was willst Du Gutes für mich, für mein Gesamtsystem? Was denkst Du über „Andererseits“? Wie schränkt „Andererseits“ Dich darin ein, Deine Gute Absicht für mich zu verwirklichen? Was stört Dich an „Andererseits“?
  6. Interview mit Teil „Andererseits“: Was ist sein Ziel, seine positive Absicht für mich? Was willst Du Gutes für mich, für mein Gesamtsystem? Was denkst Du über „Einerseits“? Wie schränkt „Einerseits“ Dich darin ein, Deine Gute Absicht für mich zu verwirklichen? Was stört Dich an „Einerseits“?
  7. Bring beide Teile in ein Gespräch, moderiere es, als ob es ein Mediationsgespräch mit anderen Menschen wäre: Was muss geschehen, damit „Einerseits“ den „Andererseits“ in seiner guten Absicht unterstützt und umgekehrt, was muss „Andererseits“ tun, damit „Einerseits“ zufrieden ist und seine Aufgabe erledigen kann? Haben Sie Vertrauen! Sie werden eine Lösung finden!
  8. Wenn Ihre Inneren Anteile, diese Lösung praktizieren: Was wird dann anders werden? Welche Konsequenzen wird das für Sie haben? Sind sie bereit diesen Preis der Veränderung zu zahlen? Gibt es in Ihnen Widerspruch zu dieser Lösung – etwa einen weiteren Teil in Ihnen, der mit dieser Lösung Probleme hat? Nehmen Sie Kontakt auf und integrieren Sie ihn in die Lösungssuche!
  9. Das Einerseits und das Andererseits gehören zu Ihnen – nehmen Sie die Erfahrung aus dem Außen wieder zu sich. Verkosten Sie sie – und räumen Sie auf!
Verhandlungsreframing: In 9 Schritten eine Lösung finden
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